Verlorensuche

Die Verlorensuche bietet eine gute Möglichkeit zur mentalen Auslastung unserer Hunde unter Ausnutzung ihrer natürlichen Veranlagung, ständig ihre Nase einzusetzen, um Informationen über ihre Umwelt zu erlangen. Dabei fördert dieses Training gerade im fortgeschrittenen Stadium Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer durch gezieltes Absuchen eines großen Terrains auch über einen längeren Zeitraum.

 

Beim Training zur Verlorensuche lernt der Hund, ein Gebiet nach einem wie auch immer gearteten Objekt, welches den Geruch seines Menschen trägt, selbständig abzusuchen und den gefundenen Gegenstand seinem Besitzer anzuzeigen. Wir nutzen dabei die natürliche Fähigkeit des Hundes, seine Nase zielgerichtet und ausdauernd einzusetzen und den Spaß, den die meisten Hunde am Stöbern haben. Die Motivation erfolgt im Allgemeinen über Futter, selten auch über Spielzeug. Der Hund läuft während der Suche frei.

 
          Wilma wartet, während Annette den Schlüssel auslegt
 

Die Möglichkeit, unseren Hund nach einem Gegenstand mit unserem eigenen Geruch  suchen zu lassen, kann im Alltag ausgesprochen hilfreich sein, wenn uns ein Objekt (zum Beispiel der Autoschlüssel oder das Handy) beim Spaziergang abhanden gekommen ist und wir auch nur ungefähr wissen, in welchem Gebiet es liegen könnte. Aber auch wenn in Wirklichkeit gar nichts verschwunden ist, ist die Verlorensuche eine einfache Übung, die den täglichen Spaziergang etwas aufpeppen kann, um Langeweile und damit verbundenen – für uns oft unerfreulichen – Ideen unseres Vierbeiners vorzubeugen.

 
Annette beim Startritual   Wilma sucht eifrig     Schlüssel gefunden !
 
 
 

Sie sind nicht Geschwister,
sie sind nicht Untergebene;
sie sind fremde Völker
mit uns im Netz
von Leben und Zeit verstrickt.
Gefangene wie wir
der Pracht
und Mühe dieser Welt.

Henry Beston